Leitung

Leitungsfaden

Exodus 20,1–17 — „Freiheit hat eine Form“
Zeitplan auf einen Blick
10 Min.EinstiegFolie 1 10 Min.Historischer KontextFolie 2–3 15 Min.Textlesung & erste BeobachtungenFolie 4–5 10 Min.Prolog: Identität vor GebotFolie 6 15 Min.Erste Tafel: Gott und MenschFolie 7 10 Min.Zweite Tafel: Mensch und MenschFolie 8 10 Min.SabbatgebotFolie 9 10 Min.Schlüsselwörter & Brücken heuteFolie 10–11 20 Min.GruppenarbeitFolie 12 10 Min.Abschluss & GebetFolie 13 120 Min. Gesamt
Kürzung möglich: Erste und zweite Tafel zusammenfassen (15 Min.) → ca. 95 Min.
10 Min

1 — Einstieg

Folie 1 — 2er-Gruppen
  • Frage direkt stellen, sofort in 2er-Gruppen schicken
  • Stichworte auf Flipchart — ohne Kommentar
  • Ankündigung: „Wir schauen am Ende, ob die Bibel dasselbe sagt.“
Welche Regel in deinem Leben emp findest du als befreiend — nicht als einengend?
10 Min

2 — Historischer Kontext

Folien 2–3 — Kurzinput
  • Kernpointe: Die Gebote kommen nach der Befreiung aus Ägypten — nicht davor
  • Vasallenvertrag-Form kurz erklären: Wer bin ich, was hab ich getan, hier ist unsere Beziehungsordnung
  • Aseret HaDibbrot — die zehn Worte: Anrede, nicht Gesetz
Die Reihenfolge Befreiung → Gebote ist die wichtigste Aussage dieser Bibelarbeit. Hier nicht abkürzen.
15 Min

3 — Textlesung

Folien 4–5 — dreifache Lesung
  • Lesung 1: Still — ein Wort oder Satz markieren
  • Lesung 2: Laut vorlesen — alle markieren, welches Gebot sie am meisten trifft
  • Lesung 3: Im Wechsel (je 5 Gebote)
  • Erste Beobachtungen: Was fiel euch an V. 2 auf?
Was fiel dir auf? Welches Gebot hat dich getroffen — oder irritiert?
10 Min

4 — Prolog: Identität vor Gebot

Folie 6 — Erklärung + kurze Diskussion
  • V. 2 als Kernthese: Weil du befreit bist, lebst du so — nicht umgekehrt
  • Verbindung zu Paulinischem Schema kurz benennen
  • Diskussionsfrage: Was ändert sich, wenn du die Gebote so liest?
Gott fängt nicht mit „du sollst“ an. Er fängt mit „ich habe dich befreit“ an.
15 Min

5 — Erste Tafel: Gott und Mensch

Folie 7 — Input + Diskussion
  • Gebote 1–3 kurz durchgehen — je eine Kernpointe
  • El qanna: Gottes Leidenschaftlichkeit als Gegenteil von Gleichgültigkeit
  • Gebot 3: Missbrauch des Namens als Instrumentalisierung Gottes
  • Diskussionsfrage: Welche „anderen Götter“ kennst du aus deinem Leben?
Das Thema „andere Götter“ kann sehr persönlich werden. Raum lassen — nicht durch eigene Beispiele einengen.
10 Min

6 — Zweite Tafel: Mensch und Mensch

Folie 8 — Tabelle + Tiefgang 10. Gebot
  • Tabelle kurz durchgehen: Was schützt jedes Gebot?
  • Schwerpunkt: 10. Gebot — chamad, Herzensebene, Verbindung zu Bergpredigt
Das zehnte Gebot ist das tiefste — weil es nicht bei der Tat anhält, sondern beim Verlangen. Jesus greift das in Mt 5 auf.
10 Min

7 — Das Sabbatgebot

Folie 9 — Input + kurze Frage
  • Einziges Gebot mit Begründung und das längste — das ist kein Zufall
  • Soziale Dimension: gilt für alle, auch Sklaven und Tiere
  • Frage: Hast du eine Sabbat-Struktur?
Sabbat ist nicht möglich, wenn man kein Vertrauen hat. Er setzt voraus: Es geht auch ohne mich.
10 Min

8 — Schlüsselwörter & Brücken heute

Folien 10–11 — geleitete Diskussion
  • 2–3 provokante Fragen einwerfen — nicht alle
  • Favorit: „Welches Gebot ist in der heutigen Gesellschaft am meisten unter Druck?“
  • Dankbarkeitsverbindung: Wer weiß, dass er befreit ist, lebt anders
20 Min

9 — Gruppenarbeit

Folie 12 — Option A empfohlen
  • Option A: 3er-Gruppen — je 3–4 Gebote analysieren
  • Auswertung: Kurze Rückmeldung mit konkreten Beobachtungen
Was schützt dieses Gebot — und wen?
10 Min

10 — Abschluss & Gebet

Folie 13 — Zusammenführung
  • Zurück zum Flipchart: Was haben die befreienden Regeln mit den zehn Worten zu tun?
  • Abschlussgebet greift V. 2 auf: Ich habe dich befreit …
Die Zehn Worte beginnen nicht mit einem Verbot. Sie beginnen mit einer Geschichte: Ich habe dich befreit.
Wenn es anders läuft als geplant